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Der Rest ist Kunst

Von einem, der auszog, den Alltagsobjekten einen neuen Anstrich zu geben. Was bedeutet uns schon ein abgesessener Stuhl auf dem Sperrmüll, ein ausgedientes Bügeleisen, ein Stück Leder, Stoff, Metall? Gebrauchsgegenstände, die uns dienen, ohne wirklich wahrgenommen zu werden, Gegenstände, die in unserer Wertskala um den Nullpunkt kreisen, weil wir sie in Massen gebrauchen und in die Richting Müll verbrauchen, stellen das Material von ANDORA, design artist.

ANDORA DESIGN - das bedeutet nicht nur illusionäre Neuschöpfung oder Formgebung, das ist kreative Umgangsform mit dem Schreckgespenst maschinell beschleunigter Produktionswut, individuelle Inbezugnahme der seelenlosen Restmaterie, die uns über den Kopf zu wachsen scheint. Den von ANDORA bearbeiteten Gegenständen wird ihr "Geburtsrecht" zurückgegeben, der Wert des Originals, nachdem sie bis zur Sinnlosigkeit den Weg der Kopie und der Vervielfältigung durchlaufen sind. Die Wiedereinsetzung des Einzelwertes ist der einzige Anspruch von ANDORAS Objekten, ein vielleicht nützlicher Hinweis auf neue Umgangsformen mit einer Welt, die uns von Erfindungen mehr aus den Händen geglitten ist, und dringend einer Aufarbeitung bedarf.

Trotz wachsender Anzahl von ANDORAS Arbeiten gibt es kein Depot, keine Kollektion. Diese werden entweder selber "gebraucht" oder verkauft, wobei der Preis nur ungefähr angesetzt ist, und jeweils individuell ausgehandelt wird, unter relativ ungewöhnlichen Gesichtspunkten:

Wertgefühl und Einstellung des zukünftigen Benützers. Und diese Gesichtspunkte sind sehr bewußt und in Bezug auf die Idee konsequent gewählt. Jemand, der diese Arbeiten kauft, muß schon eine gewisse Einstellung zu jenen haben, ob er sie nun selber trägt oder als Objekt in seine Wohnung stellt, er stellt eine Beziehung her.

Diese Beziehung ist rein auf das Objekt gerichtet, da dieses ausschließlich in der Form und Eigenart bearbeitet ist, ohne auf den "Handhaber" ausgerichtet zu sein. Selbst in der Zusammenarbeit mit anderen Designern, die den von ANDORA entworfenen Stoffen Gestalt geben, wie u.a. Ulrike Schneider, ist es intensive Auseinandersetzung mit dem Material, der Respekt vor den einfach gegebenen Möglichkeiten, deren Ausgestaltung und die Lust daran bilden den Boden, die Basis der Arbeiten. Nicht das Besondere in seiner Sonderheit potenzieren, sondern dem Allgemeinen sein Besonderes abgewinnen, könnte eine Voraussetzung für ein Interesse an ANDORA sein.


We keep in touch!






The Rest is art:

From somebody who went out to give everyday life objects a new coating...

What does a used chair from the bulky waste mean for us, what could an electric iron, a piece of leather, material or metal mean, objects of utility which serve us without really being recognised? Objects, which on our scale of values circle around point zero because we use them in masses and direction of waste, make the material for design artist Andora.

Andora-Design doesn’t mean an illusionary new creation or shaping but a creative way with the spectre of mechanical accelerated restmatter, which seems to outgrow us.

Objects which Andora worked on are given back their birth right after they have lived through a way of copying and duplicating to senselessness. The reconditioning of their single value is the only claim of Andora’s objects, a maybe useful indication for new forms in a world that is getting out of hands from invention to invention, being in need of urgent refurbishment.

Despite the growing number of Andora’s works neither a depot nor a collection exists. They are either being ‘used’ by himself or being sold. The price range being quite vague, every object has to be bargained for individually under relatively unusual aspects, depending on the feeling of value and point of view from its future user. Relating to the artist’s ideas these aspects are chosen consequently and on purpose. Whoever buys Andora’s works has to have a certain attitude towards them, no matter if he uses them himself or puts them as an object of art in his flat, he’s building up a relation with them in any case.

This relation is focussed on the object only as this has been worked on only in its form and character without having been directed on its future ‘user’. It’s not the cooperation with other designers who are giving the material designed by Andora their form, like Ulrike Schneder for example,  but it is the intensive conflict with the material, the respect for the simple given possibilities, their embodiment and pure lust which are the soil, the basis of Andora’s works. Not the special in its speciality is being potentised - the precondition to be interested in Andora could rather be to gain something special from the general.


We keep in touch!



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